Schulkrawalle in Frankreich haben sich am Wochenende deutlich ausgeweitet und im Tagesverlauf zu insgesamt 625 Festnahmen geführt, berichtet ORF und ZEIT ONLINE. Laut ORF nahmen die Proteste an Schulen im Land sowohl an Umfang als auch an Härte zu.
Dem Bericht von ORF zufolge hatten die Unruhen bereits am Freitag an weiterführenden Schulen im Großraum Paris begonnen. Bis zum folgenden Tag waren demnach 356 Schulen von Protestaktionen betroffen; zudem wurden Autos von Lehrkräften in Brand gesetzt.
Laut ORF sagte Innenminister Laurent Nunez heute in Paris, 83 Polizeibeamte sowie 32 Lehrkräfte und Schüler seien bei den Vorfällen verletzt worden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach laut ORF von legitimen Sorgen der jungen Leute, betonte jedoch, dass diese in keinem Fall Gewalt sowie Übergriffe auf Polizisten, Lehrkräfte und Medienvertreter rechtfertigten, die über die Proteste berichteten.
